Der richtige Take-off: So geht’s! | Besser surfen mit brett.fit
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Der richtige Take-off: So geht’s!

Surfer beim Take-Off

Der richtige Take-off: So geht’s!

<p class=“p1″>Als Take-off bezeichnet man beim Surfen die Aufstehbewegung, die euch im richtigen Moment aufs Brett katapultieren soll, um die Welle stehend abreiten zu können. Dieses Manöver ist der kritischste Moment beim Anstarten einer Welle. Ist der Take-off erstmal vergeigt, könnt ihr jede anschließende Gleitfahrt vergessen.

Umso wichtiger ist es, dass ihr euch mit dem Bewegungsablauf vertraut macht, am besten indem ihr das Aufstehen zunächst im Weißwasser oder sogar an Land übt. Später, beim Surfen grüner Wellen, kommt es neben der richtigen Technik auch auf das richtige Timing an. Hier hilft vor allem jede Menge Übung und Erfahrung im Wasser, aber auch theoretische Grundlagen und die Kenntnis um das Brechverhalten von Wellen und das Gleitverhalten eures Surfboards können ungemein hilfreich sein.  Ein fundierter Theorieunterricht kann den Lernprozess daher erheblich beschleunigen!

Take-off: Die Vorbereitung und der richtige Moment

Zuallererst solltet ihr euch vergegenwärtigen, dass ein Take-Off nicht im luftleeren Raum stattfindet. Bis ihr in die Situation kommt auf dem Surfbrett aufstehen zu können müsst ihr euch zunächst einmal hinter die brechenden Wellen ins Line-Up kämpfen, eine geeignete Position finden um auf eine Welle zu warten, die richtige Welle aussuchen und sie im richtigen Tempo anpaddeln.

Wer auf all diese Punkte gedanklich vorbereitet ist, läuft weit weniger Gefahr, frustriert aus der ersten Session im offenen Meer zurückzukehren. Am besten, ihr geht noch einen Schritt weiter und übt die wichtigsten Grundlagentechniken in ruhigem Gewässer. Wer bereits kontrolliert paddeln, sitzen und das Board drehen kann, ist klar im Vorteil und kann sich besser auf die nächsten Schritte konzentrieren: das Anstarten einer Welle und der Take-off!

Im Folgenden stelle ich euch die zwei gängigsten Techniken vor, um die Füße aufs Board zu bekommen. Beachtet dabei, dass die Schritt-für-Schritt-Beschreibung immer genau dann ansetzt, wenn ihr eine Welle angepaddelt habt und merkt, dass euer Board ins Gleiten kommt. Wie bereits erwähnt: Das richtige Timing ist das A und O!

Take-off-Techniken

Der gesprungene Take-off:

Der gesprungene Take-off ist die unter Surfern am häufigsten genutzte Technik und hat den Vorteil, dass man schnell auf den Füßen steht und sich sofort auf das Abreiten der Welle konzentrieren kann.

Ablauf:

  1. Platziert eure Hände flach links und rechts neben eurer Brust, streckt die Arme etwas durch und richtet den Oberkörper auf. Die Finger und euer Blick sind dabei nach vorne gerichtet. Das Gewicht ist gleichmäßig auf Hände, Hüfte und Beine verteilt, damit euer Board stabil im Wasser liegt.
  2. Kurz bevor euer Board die Welle hinunterrauscht, katapultiert ihr euch mit einer schnellen, dynamischen Bewegung auf die Füße. Der vordere Fuß sollte dort landen, wo zuvor eure Brust war, also genau zwischen euren Händen. Der hintere Fuß steht je nach Boardlänge auf dem Tail oder etwas davor.

Diese Technik muss sehr sauber beherrscht werden, um nicht in einem Wipe-out zu enden. Es kann gerade am Anfang schwierig sein, die Füße nach dem Sprung präzise zu platzieren und das Gleichgewicht sofort richtig zu verlagern. Der gesprungene Take-off erfordert Kraft, einen sicheren Bewegungsablauf, schnelle Reaktionszeiten und kennt nur eine sehr begrenzte Fehlertoleranz!

Der Take-off in drei Schritten

Aufgrund der oben beschriebenen Schwierigkeiten beim gesprungenen Take-off hat sich in den letzten Jahren vor allem in Surfschulen der Take-off in drei Schritten mehr und mehr durchgesetzt. Er bietet den Vorteil, dass das Board während des Aufstehens kontrollierter im Gleichgewicht gehalten werden kann. Der Schwerpunkt wird hierfür während der gesamten Bewegung im Brettmittelpunkt gehalten.

Ablauf:

  1. Ihr geht im richtigen Moment (wenn euch der Schub der Welle erfasst hat) in den Startstütz, ähnlich wie beim gesprungenen Take-off, und richtet den Oberkörper auf. Mit den Händen auf Brusthöhe kontrolliert ihr euer Board, dabei streckt ihr die Arme weit durch und richtet euren Blick nach vorne.
  2. Im zweiten Schritt kippt ihr eure Schultern und eure Hüfte so zur Seite, dass ihr den hinteren Fuß etwa auf Kniehöhe vorziehen und im 90-Grad-Winkel zu den Rails platzieren könnt. Dabei verteilt ihr euer Körpergewicht gleichmäßig auf den aufgestellten Fuß und eure Hände, wodurch bereits die Aufsteh-Bewegung eingeleitet wird.
  3. Anschließend zieht ihr den vorderen Fuß vor und platziert ihn zwischen den Händen, die sich noch immer auf dem Board befinden. Durch das gleichmäßige Belasten des hinteren Fußes und der Hände könnt ihr das noch liegende Bein leichter anheben und in die gewünschte Position bringen. Sobald beide Füße sicher stehen löst ihr die Hände und richtet euch in die Grundposition auf.

Beim Take-off in drei Schritten gliedert ihr die Bewegung in einzelne Teilkomponenten auf und könnt sie so leichter einstudieren. Durch die Beibehaltung des Körperschwerpunkts in der Brettmitte bleibt das Board besser im Gleiten und lässt sich leichter stabilisieren. Allerdings benötigt ihr für diese Technik etwas mehr Zeit, weshalb sie in schnell brechenden und steilen Wellen häufig nicht mehr zum gewünschten Erfolg führt.

Gerade für Anfänger bietet sie jedoch eine gute Möglichkeit, die Kontrolle zu behalten und durch den gehaltenen Brettkontakt die Füße sauberer zu platzieren. Außerdem ist sie weniger kraftaufwendig als der gesprungene Take-off, und kann somit auch bei geübten Surfern am Ende einer Session zum Einsatz kommen, wenn die Energiereserven für einen sauberen Sprung-Take-off langsam verbraucht sind.

Noch mehr Hilfe beim Take-off

Ihr habt alle Schritte in der Theorie gut einstudiert und landet trotzdem immer und immer wieder im Wasser? Keine Sorge – hier könnt ihr nachlesen, woran es eventuell hapert und wie ihr häufig auftretende Fehler vermeiden könnt!

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