Fehler beim Take-off: So vermeidest du sie | Besser surfen mit brett.fit
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Die häufigsten Fehler beim Take-off und wie ihr sie vermeidet

Die häufigsten Fehler beim Take-off und wie ihr sie vermeidet

<p class=“p1″>Wenn ihr den Take-off an Land und im Weißwasser bereits beherrscht, er euch jedoch beim Anstarten einer Welle einfach nicht gelingen will, kann das verschiedene Ursachen haben. Wo genau euer Fehler liegt, könnt ihr mithilfe der folgenden Checkliste herausfinden:

1. Habe ich die richtige Welle ausgesucht?

Das „Lesen“ von Wellen gehört zu den anspruchsvollsten Herausforderungen eines Surfers, was von Anfängern jedoch häufig unterschätzt wird. Schließlich sieht zu Beginn noch jede Welle mehr oder weniger gleich aus. Es braucht schon etwas Erfahrung, um die Welle mit der perfekten Schubkraft ausfindig zu machen, die sauber zur Seite bricht.

Besser: Positioniert euch im Line-up und wartet geduldig auf die (für euch) perfekte Welle. Diese sollte weder zu flach noch zu steil sein und zur Seite brechen. Beim Anstarten solltet ihr immer wieder einen Blick nach hinten werfen, um zu überprüfen, ob ihr mit eurer Einschätzung richtig liegt und die Welle am richten Punkt erwischt.

2. Habe ich die Welle im 90-Grad-Winkel angepaddelt?

Wenn ihr seitlich in die Welle paddelt, greifen die hereinrollenden Wassermassen euer hinteres Rail und heben es nach oben, wodurch ihr erheblich an Stabilität verliert und nicht selten direkt ins Schlingern geratet oder vom Brett kippt.

Besser: Richtet euer Board beim Anpaddeln konsequent Richtung Strand aus. Dadurch werdet ihr bei euren ersten Versuchen zwar wahrscheinlich geradeaus aus der Welle herausfahren, statt sie seitlich abzureiten. Dafür bekommt ihr allerdings auch ein Gefühl dafür, wie ihr den Drop ins Wellental mit den Beinen abfangen und das Board im Stehen unter Kontrolle halten könnt. Fortgeschrittene Surfer können mit den letzten beiden Paddelschlägen bereits die Richtung einschlagen, in die es gehen soll. Beim seitlichen Start in die Welle müssen die hinteren Rails stärker belastet werden, weshalb eine gewisse Erfahrung mit der Gleitfahrt unabdingbar ist.

3. Habe ich das richtige Timing für den Take-off gewählt?

Wenn ihr nicht lang genug mit der Welle mitpaddelt, kommt euer Board nicht ins Gleiten. Häufig wählen Anfänger einen zu frühen Zeitpunkt für den Take-off. Wenn ihr jedoch den Schwerpunkt zu früh auf den hinteren Teil des Brettes verlagert, läuft die Welle einfach unter euch hindurch und ihr könnt sie nicht mehr abreiten.

Bei einem zu späten Take-off seid ihr hingegen bereits bäuchlings ins Wellental hinuntergerauscht (nicht selten begleitet von panischem Festklammern an den Rails und einem hilferufenden Blick) und steht erst auf, nachdem die Welle bereits gebrochen ist. Dadurch nutzt ihr erstens nicht die optimale Schubkraft der Welle und werdet zweitens Mühe haben, noch ins offene Face zu gelangen um die Welle seitlich abzureiten. In der Regel endet der Wellenritt für euch im Weißwasser – das mühsame Rauspaddeln hättet ihr euch sparen können.

Besser: Der richtige Zeitpunkt für den Take-off liegt (wir ahnen es bereits) genau zwischen diesen beiden Vorgängen. Wenn die Welle euer Board spürbar anschiebt müsst ihr schnell genug die Aufsteh-Bewegung einleiten, um die Welle im Stand herunterfahren zu können.

4. Liegt mein Körper beim Anpaddeln in der richtigen Position auf dem Brett?

Liegt ihr mit dem Körper zu weit hinten, erhöht dies den Wasserwiderstand und lässt euch langsamer vorankommen. Der brusthohe Teil des Boards ist derjenige, auf den es beim Angleiten besonders ankommt. Er muss daher stark genug belastet werden, um flach im Wasser zu liegen und von der Welle erfasst werden zu können.

Ist euer Körperschwerpunkt zu weit vorne, sinkt eure Nose. Die Folge ist entweder ein klassischer „Nose-Dive“ (bei dem ihr einen sauberen Abgang nach vorne macht) oder ihr rutscht bereits vom Board während ihr noch paddelt.

Besser: Die optimale Position auf dem Board habt ihr dann, wenn die Spitze unter Anheben des Oberkörpers gerade eben aus dem Wasser ragt. Haltet euren Körper auf Spannung, die Beine geschlossen und begebt euch ins Hohlkreuz. So habt ihr die beste Kontrolle über euer Board und genügend Stabilität.

5. Stehe ich nach dem Take-off richtig in der Grundposition?

Was schon beim Paddeln gilt, gilt selbstverständlich auch nach dem Aufstehen: die richtige Körperposition ist entscheidend! Stehen eure Füße nicht im richtigen Abstand zueinander, könnt ihr das Board nicht kontrollieren. Steht ihr zu nah an den Rails, kippt es.

Außerdem sieht man häufig, dass Anfänger sich nach dem Take-off kerzengerade auf dem Brett aufrichten, wodurch sie sofort an Stabilität und Gleichgewicht verlieren.

Besser: Achtet auf die richtige Position eurer Füße und bleibt bei der Gleitfahrt in den Knien. Hebt die Arme an, um euer Gleichgewicht zu kontrollieren. Der vordere Arm wird dabei nach vorn gestreckt, der hintere auf Schulterhöhe angehoben und angewinkelt. Alle Fingerspitzen zeigen nach vorne. Die Bewegung vom Take-off in die Grundposition solltet ihr bereits im Trockenen und im Weißwasser genau einstudieren.

6. Ist mein Blick nach vorne gerichtet?

Wenn ihr beim Take-off oder im direkten Anschluss nach unten auf euer Board oder eure Füße schaut, ist es viel schwieriger, das Gleichgewicht zu halten und stabil zu stehen. Außerdem verliert ihr dabei die Umgebung und (ganz wichtig!) die Welle aus den Augen.

Besser: Richtet euren Blick dorthin, wo ihr hin wollt! Ihr schaut also (zu Beginn) nach vorne Richtung Strand, später ins offene Face der Welle. Dieser einfache Tipp wird euch auch bei euren ersten Turns helfen. Diese werden nämlich beim Surfen mit dem Oberkörper eingeleitet, weshalb es enorm wichtig ist, den Kopf und die Schultern in die richtige Richtung zu drehen. Wollt ihr beispielsweise eine Welle backside (also mit dem Rücken zu ihr) abreiten, müsst ihr dabei konsequent über eure Schulter nach hinten in die Welle schauen.

7. Liegen meine Hände beim Take-off flach auf dem Board auf?

Wenn ihr beim Take-off die Rails umfasst, könnt ihr das Board viel schwerer in einer stabilen Lage halten, schließlich können so nur eure Daumen und Handgelenkte Druck aufs Brett bringen. Außerdem verleitet diese Haltung dazu, im kritischen Moment einfach zu klammern statt aufzuspringen, und die Welle so auf dem Bauch hinunterzurauschen.

Besser: Legt eure Hände flach neben der Brust auf, die Fingerspitzen nach vorne gerichtet. Leitet den Take-off konsequent ein, sobald ihr von der Welle mitgenommen werdet.

Zuletzt noch ein besonders wichtiger Hinweis:

Seid konsequent! Zögert nicht! Viele Fehler entstehen aus Scheu vor dem Drop in die Welle oder aus Angst vor einem Waschgang. Es gehört jedoch zum Surfen einfach dazu, zwischendurch mal ordentlich durchgespült zu werden. Wenn ihr euch dabei klein macht, ruhig bleibt und den Kopf mit den Händen schützt, passiert euch in aller Regel nichts dabei. Wer jedoch stets die Kontrolle behalten möchte und immer nur so weit geht, wie es die Komfortzone erlaubt, wird wohl nie durch große Sprünge in der Lernkurve auffallen. In diesem Sinne: Traut euch!

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